TTÜ II gewinnt gegen SpVgg Steele III

TTÜ II gewinnt gegen SpVgg Steele III

2. Herren 18.11.2018

1 : 0 Heimsieg

11.11.2018

TTÜ II : SpVgg Steele III    1 : 0

 

😴 Unausgeschlafen kann man Spiele gewinnen, aber es sollte nicht zum Regelfall werden. ☝🏽

 

Jeder der schon mal in der Kreisliga gekickt hat, weiß dass es in der Kreisliga C körperbetont zur Sache geht und subjektive Bekundungen zum Unparteiischen ein absolutes Tabu sind. Sollten diese alltäglichen Weisheiten heute wirklich gegriffen haben oder war es reiner Zufall dass dies heute die Schlüssel zum Sieg waren?

Wie es auch in der Kreisliga C leider oft zum Alltag gehört, verspäten sich Feldspieler zum Treffpunkt. Das hat häufig zur Folge, dass ausgerechnet diese Spieler in der ersten Halbzeit Probleme haben ins Spiel zu finden. Leider widerfuhr das der zweiten Mannschaft der Teutonen heute auch.

Nach einigen Ausfällen, die unsere Mannschaft seit mehreren Wochen leider begleiten, fehlten heute nahezu alle offensive Flügelspieler und deshalb musste das bewährte 4-2-3-1 auf ein 4-3-2-1 geändert werden. Hierzu wählte der Trainer drei defensiv starke und ballsichere Spieler für das Grobe im Mittelfeld, die ihre Aufgaben sehr gut erledigten. Hierbei galt es nicht sprintstarke Jungs auszuwählen, sondern solche, die sich in jeden Zweikampf werfen und auch trotz augenscheinlicher fehlender Körperlänge, in der Lage sind Kopfballduelle zu gewinnen, um hohe Hereingaben der gegnerischen Abwehr, mit dem Ziel das Mittelfeld zu überwinden, zu unterbinden. Besonders hervorzuheben sind unsere holländische Kampfsau und unser Kapitän, der sich wiederholt als absolut verlässlicher Allrounder bewährt hat. Auch der dritte Mann in dieser Reihe, unser glühender Atletico-Fan verstand es immer wieder in Diego-Simeone-Gedächtnis-Art die Zweikämpfe zu führen. Sie konnten die Abwehr sehr gut entlasten, aber natürlich kamen hier und da auch Bälle durch, denn der spielstarke Gegner aus Steele verstand es gut, durch schnelle Kombinationen das Spiel ab der 20. Minute an sich zu reißen. Doch ein hervorragend aufgelegter Tröner, eine Leihgabe aus unserer Ersten, konnte mit zwei sehr guten Reflexen die Teutonen vom Rückstand bewahren. Wie das Ergebnis schon wiedergibt, hielt er über 90 Minuten seinen Kasten sauber, was auch aufgrund seiner Strafraumbeherrschung bei hohen Bällen und dem gutem Umschaltspiel geschuldet ist. Er konnte immer wieder mit langen, weiten und vor allem schnellen Abschlägen den Ball vom eigenen Tor fernhalten.

Unser Innenverteidiger Uecke, einer der beiden Schlafmützen, kam leider nur schleppend ins Spiel und musste in der 20. Minute drei Kreuze machen, denn dank eines beherzten Eingreifens seines Nebenmanns Simon, konnte eine Torchance der Steeler verhindert werden. Zwei Minuten später musste jener Simon auch für unseren Spanier eingreifen, weil er seinen positionsbedingten Gegenspieler in der Rückwärtsbewegung nicht deckte, und verletzte sich bei der notwendigen Grätsche, als er den Ball sicher ins Aus beförderte. Nach dieser Aktion kam es schon sehr früh zu einer ungeplanten Auswechslung. Unser griechischer Mittelfeldmann Akis kam für Waterkamp rein. Jedoch nicht positionsgetreu. Dafür rotierte der Trainer Arthur ins Mittelfeld und unseren Captain in die Innenverteidigung. Da Akis, leider kalt eingewechselt worden ist und in der ersten Halbzeit nicht den richtigen Zugriff in den Zweikämpfen hatte, wurden unter anderem auch aus diesem Grund die Angriffsbemühungen über die rechte Seite etwas seltener. Jedoch hat man auch in schlechteren Phasen glücklicherweise auch einen lichten Moment. Eben dieser noch kalte Grieche, reagierte in einem Zweikampf schneller als sein Gegenspieler und konnte durch einen beherzten Pressschlag den Ball auf den aus dem Halbfeld kommenden Fabian gut weiterleiten. Dieser führte den Ball einige Meter und entschied sich mit rechts zu einem Distanzschuss, als er sah, dass der glänzend aufgelegte Torwart der Steeler zu weit vor seinem Kasten stand. Der Ball nahm eine perfekte Flugbahn und landete genau in den viel zitierten Knick. Was ein Kunstschuss!

Der Jubel und die Erleichterung der Teutonen waren groß. War man tatsächlich nachdem man das Spiel aus der Hand gab in Führung gegangen? In der Tat, es stand widererwartend 1:0 und die Heimmannschaft schaffte es den Vorsprung die noch restlichen 6 Minuten in die Halbzeit zu retten.

Die Pause kam genau recht, denn es war bitter notwendig die Mannschaft aus ihrer Lethargie aufzurütteln. Trotz der Führung und aufgrund der Selbstzufriedenheit einiger schwarzgelben, gab es vom Trainer eine regelgerechte Kabinenpredigt. Es gab dennoch nicht zu hundert Prozent den erhofften „Hallo-Wach-Effekt“, aber die Steeler kamen nicht mit der notwendigen Entschlossenheit aus der Kabine. Hinzu kam, dass der Gast sehr viel mehr mit den Schiedsrichterentscheidungen zu kämpfen hatte, als mit den notwendigen Bemühungen das Spiel nochmal zu drehen. Als negativer Höhepunkt wurde der Trainer vom Schiedsrichter des Platzes verwiesen. Gefährlich kamen sie nur nochmal mit einer Ecke und einem gut geschossenen Freistoß vors Tor. Ein weiterer Grund war die nicht ganz ersichtliche Auswechslung ihres 9ers, der die Abwehr der Teutonen mehrfach durch faire und unfaire Mittel in Bedrängnis gebracht hatte. Doch diese Entscheidung bleibt das Geheimnis der Trainerbank der Gäste.

Letztendlich bleibt eine weitaus stärkere Halbzeit der Mannschaft aus Überruhr in Erinnerung, als in den vergangen Spielen. Spieler, wie unser Geißbockfan Marcell und der rechte Außenverteidiger Timo, kämpften sich nach einer schlafmützigen ersten Halbzeit ins Spiel und führten notwendige Entlastungsangriffe herbei. Auch der zweite „Zuspätkömmer“ Hassuna, konnte sich ins Spiel zurückholen und einige Entlastungsangriffe fahren. Ein guter Distanzschuss bleibt in Erinnerung, obwohl er dort besser den rechts freistehenden Fabian zu einem Solo hätte anspielen können.

Die beiden zum Schluss eingewechselten Lücke und Friese konnten nach einem sehr ausführlichen - und das ist auch so gemeint, Bravo Jungs! - Aufwärmprogramm, das Ergebnis über die Zeit retten.

 

In dem ersten Absatz tat sich die Frage auf, was diszipliniertes Verhalten gegenüber dem Unparteiischen und körperliche Robustheit im Kreisligafußball bedeuten. Nachdem die zweite Mannschaft der Teutonen in der Vergangenheit oft genug diese Attribute etwas vermissen lassen hat, so konnte sie sich heute genau in diesen zwei Punkten sehr verlässlich präsentieren! Ein Schlüssel zum heutigen Erfolg? Vielleicht? Wahrscheinlich war es aber auch das bewusste Zusammenspiel, statt der überflüssigen Solis. Außerdem zeigte sich die Mannschaft aufopfernd füreinander. So können auch, wie heute gesehen, starke Gegner besiegt werden.

Was hat eigentlich dieser Spielbericht mit der einleitenden Überschrift zu tun? Eigentlich hat der Coach zu jedem Spiel seiner Schützlinge Bananen oder Müsliriegel dabei, die die Jungs als zweites, bei manchen wohl auch erstes „Frühstück“ nutzen sollen. Da der Coach aber gestern diesen Einkauf verschlief, in den Ansprachen vor dem Spiel und in der Halbzeit aber hellwach war, schließt sich der Kreis. Wer also anfangs ein Spiel verschläft, kann durch beherzten Einsatz und taktischer Disziplin wieder das Ruder rumreißen.

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